Henk übernimmt, verliert einen Käsestreit und zieht der Liebe wegen über die Grenze nach Kleve.
Henk Stockstone trägt orange Anzüge, Koteletten und die feste Überzeugung, dass man jeden Streit gewinnt, wenn man nur lange genug freundlich bleibt. 1970 übernimmt er die Kanzlei seines Vaters.
Im selben Jahr vertritt er einen Käsehändler in einem Streit um eine vertauschte Lieferung an der deutschen Grenze. Die Gegenseite: Gerda Hülsmann aus Kleve. Henk verliert den Fall und gewinnt Gerda. Drei Monate später heiraten die beiden vor dem Standesamt Kleve.
Dann wird es seltsam. Als Henk im Postamt Kleve seine neue Adresse anmeldet, gibt ihm der Beamte einen Brief. Abgeschickt 1952 von seiner Schwester Joke aus Toronto, adressiert an Familie Stockstone, Nassauerallee 12, Kleve. Dort wohnte nie ein Stockstone. Henk mietet das Haus noch am selben Tag. Seitdem steht die Kanzlei in Kleve, und die Familie spricht zwei Sprachen.
1974 folgt sein berühmtester Fall. Die Kuh Berta hatte 312 Tulpen des Nachbarn gefressen. Henk weist nach, dass der Zaun nachts versetzt worden war und die Tulpen damit auf Bertas Seite standen. Freispruch. Die Lokalzeitung bringt Henk und Berta, Ohrmarke 3578, auf die Titelseite.